2600 Meldungen sind aufgrund des Unwetters beim Krisenstab der technischen Einsatzleitung des Eifelkreises eingegangen, diese wurden alle abgearbeitet. Derzeit beruhigt sich die Lage. Daher liegt die Einsatzleitung  wieder bei den Verbandsgemeinden und der Stadt Bitburg. Das Bürgertelefon ist nun deaktiviert.

Ich danke allen Einsatzkräften für ihre hervorragende Arbeit: den Feuerwehren, dem DRK, der Bundeswehr, der DLRG, dem THW, der Polizei und der Presseinheit PuMa. Außerdem gilt mein Dank der Bevölkerung und den örtlichen Firmen, die sofort reagiert haben, und die Einsatzkräfte unterstützt haben und dies weiterhin mit großem Engagement bei der Beseitigung der Schäden tun. Diese Solidarität in der Bevölkerung ist beispielhaft.

Unterschrift Landrat Streit 3

Landrat Dr. Joachim Streit

Stromausfall-was tun?

Ursache / Ausmaß

Mit Stromausfällen muss jederzeit gerechnet werden. Die Ausfälle der Stromversorgung können nur einen kleinen Bereich für kurze Zeit betreffen, aber auch großflächig und lang andauernd sein. Die Gründe können vielfältig sein: technische Defekte, Unwetter, Instabilität im Verbundnetz, Terroranschläge usw.

 

Klären sie ob nur ihr Haus betroffen ist oder der Straßenzug / die Ortschaft. Ein Blick aus dem Fenster oder Nachfrage in der Nachbarschaft bringt hier Gewissheit.

Achtung

Ein Stromausfall ist kein Notfall.

Blockieren sie nicht unnötig die Notrufnummern von Feuerwehr/ Rettungsdienst und Polizei!

Vorsorge

Information

  • Batteriebetriebenes Radio bereithalten
  • Notrufnummer des Energieversorgers (am Sicherungskasten) bereithalten
  • Auf dem Smartphone außer der Notrufnummer die Störungswebsite des Energieversorgers speichern
  • Notrufnummer ihres Elektroinstallateur (am Sicherungskasten)

Beleuchtung

  • Kerzen / Teelichter und Streichhölzer / Feuerzeug an auch im Dunkeln gut erreichbaren Orten aufbewahren
  • Akkuleuchten, welche sich bei Stromausfall selbst einschalten, können sinnvoll sein
  • Taschen- oder Campingleuchten mit Ersatzbatterien bereithalten (keine Akkus diese entladen sich selbstständig), alternativ Dynamolampen
  • Gas- / Petroleumlampen (zusätzliche Abwärme)

Wärme / Kochen

(Heizungen benötigen für Steuerung, Zündung, Pumpe usw. Strom, auch die Fernwärmeversorgung ist auf Strom angewiesen)

  • Holz- / Kohlenofen mit entsprechendem Vorrat an Brennstoff vorhalten
  • Gasheizer
  • Campingkocher (für den Innenraum geeignet)
  • Lebensmittel (auch kalt essbar) und Getränke bevorraten
  • warme Decken / Schlafsäcke bevorraten

Hinweise

  • Bedenken sie bei der Vorsorge ihre persönlichen Lebensumstände (Baby, Kinder, kranke Personen, Nutztiere)
  • Besonders landwirtschaftliche Betriebe und

   Gewerbebetriebe sollten eine Notstromversorgung

   Betriebsstoff vorhalten und / oder eine Einspeisevorrichtung

  • Empfindliche Geräte mit Überspannungsschutz (ÜSS) /

   unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) ausstatten.

Verhalten während des Stromausfalles

  • Umfang des Stromausfalls
    • Ist nur die eigene Wohnung / Haus betroffen, Sicherungen / FI - Schalter überprüfen – Elektroinstallateur anrufen!
    • Nachfrage beim Energieversorger
  • Information
    • Radio einschalten (notfalls Autoradio), auf Hinweise der Behörden achten (Dauer der Stromunterbrechung, usw.)
  • Veranlassen
    • Alle vor dem Stromausfall eingeschalteten Geräte (Herd, Bügeleisen) ausschalten
    • Durch „Spannungsspitzen“ beim Wiederherstellen der Stromversorgung können empfindliche Geräte (Fernseher, PC) Schaden nehmen, diese ebenfalls ausschalten / Netzstecker ziehen.
    • Nicht wahllos Schalter betätigen
    • Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen halten, dann besteht bei den meisten Geräten auch für mehrere Stunden keine Gefahr für die Lebensmittel
    • Fehlende Heizung kann in unseren Breiten oftmals, für eine begrenzte Zeit, durch entsprechende Kleidung und die Benutzung von Decken ausgeglichen werden
    • Lassen sie eine Lampe mit geringer Leistung (z. B. Nachttischlampe) eingeschaltet am Netz, dann bemerken sie wenn die Stromversorgung wieder funktioniert.
  • Vorsicht
    • Die Benutzung von offenem Feuer und von Öfen birgt eine erhöhte Brandgefahr.
    • Behalten sie die offenen Flammen im Auge
    • Belüften sie die Räume ausreichend (Lebensgefahr durch Sauerstoffmangel / Kohlenmonoxid)
    • Benutzen sie keinen Grill in geschlossenen Räumen
    • Auch bei Öfen die nur für den Notfall bereitstehen, müssen die gesetzlichen Bestimmungen (Schornsteinfeger) erfüllt sein (Lebensgefahr)
    • Ein CO (Kohlenmonoxid) Melder welcher auch im „Normalbetrieb“ rechtzeitig auf Gefahren hinweist ist dringend zu empfehlen.

Helfen sie anderen Menschen (Ältere, Kranke) in ihrer Nachbarschaft!

  • Im Notfall

Sie benötigen Hilfe -Rettungsdienst / Notarzt / Feuerwehr / Polizei

  • Bei einem Stromausfall sind die meisten Festnetzanschlüsse nicht mehr zu nutzen
  • Das Handy / Smartphone kann noch eine gewisse Zeit funktionieren, da einige Mobilfunksender die Notstromversorgung für eine gewisse Zeit gewährleisten
  • Die Rettungsleitstelle hat in einem solchen Fall voraussichtlich ein großes Aufkommen an Meldungen, es kann etwas dauern bis ihr Anruf entgegen genommen werden kann. Bleiben sie am Apparat, sie sind in einer Warteschleife.
  • Spätestens nach einer halben Stunde (Beginn des Stromausfalles) sind die Feuerwehrgerätehäuser besetzt. Über Funk kann notfalls der Rettungsdienst / Notarzt usw. alarmiert werden. Hier erhalten sie auch weitere Hilfe.

Bei einem Stromausfall werden durch den Energieversorger die Integrierte Leitstelle und der Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) unverzüglich informiert. Die Leitstelle nimmt mit dem KFI, dem / den zuständigen Wehrleiter(n) und den Feuerwehreinsatzzentralen (FEZ) Kontakt auf. Die FEZ (n) und die entsprechenden Feuerwehrgerätehäuser bleiben bis zur Wiederherstellung der Stromversorgung besetzt und stehen der Bevölkerung für Hilfe und Weiterleitung von Notrufen zur Verfügung.

Sollte der Stromausfall längerfristig sein, werden entsprechend der Alarm- und Einsatzplanung weitere Maßnahmen ergriffen. Einsatz der Hilfsorganisationen (DRK, THW usw.), Streifenfahrten, Anlaufstellen, Notunterkünfte, Versorgung von Kranken, Hilflosen, Information der Bevölkerung durch Durchsagen, Radioinformationen usw.

Als Katastrophenschutzbehörde hat die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, entsprechende Planungen, Vorbereitungen für einen Stromausfall oder sonstige Großschadenslagen getroffen. Im Rahmen des Krisenmanagements steht dem Landrat, Dr. Joachim Streit, ein Verwaltungsstab und die Technische Einsatzleitung zur Verfügung. In Schulungen und Übungen bereiten sich deren Mitglieder, auf einen hoffentlich nicht eintretenden Einsatzfall vor. Auch die Kommunen haben für ihren Bereich Alarm- und Einsatzpläne und entsprechende Vorsorge getroffen.

Gefordert ist aber jeder einzelne Bürger, Landwirt, Gewerbetreibende, Verantwortliche einer Behörde, Institution oder Organisation, da im Rahmen einer Prioritätenliste u. a. im Fall eines Stromausfalles gehandelt werden muss. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime müssen als erstes versorgt werden. Die Kapazitäten reichen nicht um jedem (zeitnah) zu helfen, insbesondere können Feuerwehr und Hilfsorganisationen keine Notstromversorgung für Jedermann sicherstellen. Deshalb sorgen auch sie, jeder für seinen Bereich vor – damit im Ernstfall der Schaden möglichst miniert werden kann.

Nach der Störung

  • Kerzen löschen
  • Beleuchtung, Lichtschalter überprüfen
  • Kühlschrank, Gefriertruhe, Heizung, Alarmanlage
  • Uhren, Zeitschaltuhren (Heizung) überprüfen /einstellen

Wei     weitere Informationen

für das Verhalten bei einem Stromausfall, im Katastrophenfall oder einem sonstigen Notfall erhalten sie beim

der

  • Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm (Katastrophenschutzbehörde) E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • natürlich stehen Ihnen auch die Stadtverwaltung Bitburg und die Verbandsgemeindeverwaltungen für Fragen zur Verfügung.



Externe Links

Kreisausbildung

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